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Freitag, 21. Juni 2024

FW-KA: Dienst- und Verbandsversammlung der Freiwilligen und Werkfeuerwehren im Landkreis Karlsruhe

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Linkenheim-Hochstetten (ots) –

Erstmal wieder in der Präsenz konnte der Vorsitzende des Kreisfeuerwehrverbandes, Eckhard Helms die Gäste und Delegierte aus den Freiwilligen und Werkfeuerwehren in der Sporthalle der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten zum ersten Teil der Versammlung begrüßen. Er nutzte die Gelegenheit und bedankte sich bei der Gemeinde Linkenheim-Hochstetten und bei der Freiwilligen Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten für die vorbildliche Tagungsstätte und hervorragende Organisation.

Die stellvertretende Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Agathe Meinzer berichtete über die Arbeiten in den Arbeitskreisen „Plus 50“ und „Presse- und Medienarbeit“. „Das Jahr 2022 war ein denkwürdiges Jahr. Die Feuerwehren hatten immer noch mit Covid-19 zu kämpfen und der Krieg in der Ukraine begann.“ Die Feuerwehren standen daher weiter vor großen Herausforderungen. Im Landkreis Karlsruhe konnten nun endlich die Kreisfeuerwehrtage durchgeführt werden. Das bereits im Jahr 2020 gestartete Projekt „Werbung für die Kreisfeuerwehrtage“ wurde final umgesetzt. Mittels Unterstützung eines professionell erstellten Werbekonzepts und in einer tollen Zusammenarbeit mit den örtlichen Pressesprechern der einzelnen Feuerwehren, konnte die Werbekampagne im Jahr 2022 auf einer breiten Fläche gestreut werden. Das im Jahr 2021 in Dienst gestellte Bevölkerungsschutzmobil kam zweimal in den Einsatz. Zwei neue Landkreis-Pressesprecher verstärken seit dem letzten Jahr das Team in der Presse- und Medienarbeit.

Martin Kackschies, Leiter des Fachgebietes Brandschutzerziehung und -aufklärung (BEA) und stellvertretender Vorsitzender des Verbandes berichtete anhand einer Präsentation der Versammlung über die Arbeit in seinem Fachgebiet. Er zeigte die Entwicklung der eingesetzten Medien und Unterstützungen bei der Brandschutzaufklärung und Brandschutzerziehung in den letzten Jahren auf. Während man früher eher über die Arbeit der Feuerwehr berichtet hatte, gehe man jetzt mehr auf die Hinweise und Erklärungen ein. Diese beinhalten auch die Hinweise zum präventiven Verhalten. „Wie kann ich die Verhaltensregeln in der heutigen Zeit, bei den modernen technischen Möglichkeiten der ganzen Familie vermitteln?“, stellte Kackschies als eine zentrale Frage vor. Anhand einzelner Beispiele zeigte er anschaulich auf, wie in seinem Fachgebiet aktuell gearbeitet wird. Er nutzte die Gelegenheit auch, um weitere Mitstreitende für seinen Arbeitskreis zu gewinnen.

Vorgestellt wurde das neue Fachgebiet „Prävention“ sowie das Fachgebiet „Fort- und Weiterbildung mit Notärzten und anderen BOS-Institutionen / Organisationen“. Eckhard Helms entschuldigte die Vorsitzende des neuen Fachgebietes „Prävention“ Nicole Baureithel sowie den Leiter des Fachgebietes „Fort- und Weiterbildung mit Notärzten und anderen BOS-Institutionen / Organisationen“ Martin Baureithel, die beide leider urlaubsbedingt nicht teilnehmen konnten. Schriftführer Herbert Steinhardt trug die von Nicole Baureithel und Martin Baureithel vorbereiteten Berichte vor.

Nicole Baureithel erläuterte hier die Aufgaben im Bereich der Notfallvorsorge zum Beispiel bei Stromausfall und anderen Schadensszenarien. Aufbauend auf ihre über 25 Jahre lange Arbeit im Bereich der Brandschutzerziehung wird sie künftig die Angebote und Informationen an die Bürgerschaft zu den bereits genannten Themen vermitteln. „Wir können auch als Feuerwehr der Bevölkerung beratend und unterstützend in den verschiedenen Themen zur Seite stehen“, stellt Nicole Baureithel in den Mittelpunkt ihrer künftigen Aufgaben. Sie sieht aber auch Kernthemen unserer bisherigen Arbeit, die wir an die Bevölkerung vermitteln können. „Aber natürlich lassen wir als Feuerwehr die Themen, die unmittelbar uns betreffen nicht außen vor“, führt sie in ihrem Bericht weiter aus. Als Beispiele nennt sie die Funktion der Rettungsgasse oder die Notwendigkeit und Sichtbarkeit von Hydrantenschildern. Bei einer Infoveranstaltung im Herbst soll Gelegenheit sein, dass sich alle Feuerwehren über dieses Angebot näher informieren können. Gerne nimmt auch sie weitere Mitwirkende in ihr Fachgebiet auf.

Martin Baureithel ist bestrebt, die Zusammenarbeit aller Blaulichtfraktionen zu verengen. „Es sei ein ganz anders Miteinander, wenn man sich kennt und im Einsatz zusammenarbeitet“, erläutert Martin Baureithel in seinem Bericht. Daher seien die „Ausbildungstage“ ein wichtiger Baustein. An diesen Tagen konnten sich die Organisationen Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei mit ihrer Arbeit und Arbeitsweise kennenlernen und gegenseitiges Verständnis geschaffen werden. Vorträge z.B. vom Leiter des Autobahnpolizeireviers Lothar Batschauer halfen zu verstehen, warum die Polizei immer darauf dränge, schnell wieder die Fahrspuren freizubekommen. Umgekehrt konnte aufgezeigt werden, warum für Rettungsdienst und Feuerwehr eine Sperrung elementar wichtig sei.
Die Nachfrage nach den Ausbildungstagen wurde mittlerweile immer größer. So nahm auch Personal der ILS sowie Kameradinnen und Kameraden anderer Feuerwehren aus dem ganzen Landkreis und auch aus anderen Landkreisen an einem „Ausbildungstag“ teil. Aufgrund dieses großen Interesses sei geplant, diesen „Ausbildungstag“ auch künftig über den KFV aufrechtzuerhalten.

Eckard Helms stellte die Beschlussfähigkeit der Versammlung fest und verlas für die an diesem Tag verhinderte Kassenverwalterin Janine Schlindwein den Rechnungsabschluss 2022 mit der Auflistung der Ein- und Ausgaben. Die Kasse wurde von den Kassenprüfern Tobias Eisenhut und Klaus Klostermann geprüft. Klaus Klostermann bestätigte der Versammlung die ordentliche Kassenführung und dass keine Beanstandungen festgestellt werden konnten. Eckhard Helms verlas ebenfalls den Haushaltsvoranschlag für das 2023.

Der Verbandsvorsitzende berichtete der Versammlung, dass dem Verband auch im vergangenen Jahr zahlreiche Spenden für den Sozialfond zugegangen sind. „Damit ist es uns möglich, die sehr wichtige Unterstützungsarbeit im sozialen Bereich, vornehmlich für die in Not geratenen Angehörigen und Familien unserer Feuerwehrleute, weiter ausbauen zu können“, berichtete Helms zu den Aufgaben des Sozialfonds.

Weiterhin gab er einen Sachstandsbericht zur Erhöhung des Mitgliedsbeitrages für den Landesfeuerwehrverband. Insgesamt ist diese Frage, wie auch in anderen Feuerwehrverbänden diskutiert, noch nicht abschließend geklärt.

Kommandant Markus Wagner von der Freiwilligen Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten empfahl der Versammlung nach einer Zusammenfassung der vorgebrachten Berichte und des Rechnungsabschlusses die Entlastung des Ausschusses. Die Versammlung stimmte der Entlastung einstimmig zu.

Unter der Leitung von Uwe Dürr eröffnete der Musikzug der Freiwilligen Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten den zweiten Teil der Dienst- und Verbandsversammlung und begleitete die Sitzung mit weiteren Stücken.

Kreisbrandmeister Jürgen Bordt begrüßte zum repräsentativen Teil auch im Namen des Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzenden Eckhard Helms Herrn Landrat Dr. Schnaudigel sowie für die Fraktionen aus dem Kreistag Frau Ute Wiegel sowie die Herren Sebastian Schrempp, Jens Timm, Christian Eheim und Willy Nees.

Aus dem Landratsamt konnte Bordt den Ersten Landesbeamten Knut Bühler, „Kamerad Amtsleiter“ Bernhard Bösherz als früheren Leiter des Straßenverkehrsamtes und Herrn Martin Zawichowski, Leiter des Büros des Landrats willkommen heißen. Er begrüßte auch alle anwesenden Oberbürgermeisterinnen und Oberbürgermeister, die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Es waren auch stellvertretende Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zur Versammlung gekommen. „Sie dokumentieren mit ihrer Anwesenheit die Wertschätzung und die Zusammenarbeit mit der Feuerwehr in Ihrer Kommune“, stellte Bordt dankend fest.

Sein besonderer Willkommensgruß galt Michael Möslang von der gastgebenden Gemeinde Linkenheim-Hochstetten sowie Bürgermeister Thomas Nowitzki als Vertreter des Gemeindetages im Landkreis. Von der Polizei begrüßte er den stellvertretenden Leiter des Polizeipräsidiums Karlsruhe, Herrn Hans Matheis. „Wir bedanken uns für die gute Zusammenarbeit mit der Polizei in der täglichen Arbeit und geben sie das bitte auch an ihre Kolleginnen und Kollegen weiter“, stellt Bordt bei der Begrüßung des Vertreters der Polizei fest. Vom THW konnte er den Landessprecher Michael Hambsch begrüßen.

Von der Bundeswehr konnten als Gäste Oberstleutnant Harry Zorn und Oberstleutnant Dr. Ronald Gundermann vom Kreisverbindungskommando begrüßt werden. Daniel Schröder von der DRK-Geschäftsführung und Timo Imhof von der DLRG-Kreisleitung bekundeten ihre Verbundenheit zur Feuerwehr ebenfalls durch ihre Teilnahme an der Versammlung. Die Feuerwehren der Stadt Karlsruhe waren durch den Leiter der Branddirektion, Herrn Stadtdirektor Florian Geldner vertreten. Für die befreundeten und benachbarten Feuerwehrverbände begrüßte Bordt stellvertretend den Vorsitzenden des Stadtfeuerwehrverbandes, Herrn Ulrich Volz.

„Es freut mich sehr, dass wir auch immer frühere Amts- und Funktionsträger bei unserer Versammlung begrüßen können“, führte Bordt in seiner Begrüßung aus. Namentlich und stellvertretend nannte er dann seinen Vorgänger im Amt, Thomas Hauck sowie die Ehrenvorsitzenden des Kreisfeuerwehrverbandes, Manfred Burkard und Rudolf Dieterle persönlich.

Daniel Paulus, Leiter der Notfallseelsorge Karlsruhe fand würdevolle Worte, um den verstorbenen Feuerwehrkameradinnen und -kameraden bei der Totenehrung zu gedenken. Darunter den zwei verunglückten Feuerwehrangehörigen in der vergangenen Woche, den sich aufopfernden Einsatzkräften in der Ukraine und auch die Opfer, welche aufgrund des Klimawandels ihr Leben lassen mussten, wurden nicht vergessen. Die Versammlung gedachte ganz besonders den verstorbenen Feuerwehrkameraden Peter Bullinger aus Malsch und Josef Rathgeb aus Bruchsal.

Bürgermeister Michael Möslang freute sich, dass die Veranstaltung in Linkenheim-Hochstetten stattgefunden habe. „Ich bin dankbar, dass Sie diese Veranstaltung gerade in dem Jahr bei uns durchführen, wenn unsere Feuerwehr auf ihr 150-jähriges Bestehen zurückblicken kann“, stellte Bürgermeister Möslang an den Beginn seiner Begrüßung und Grußworte. Den Gästen stellte er die sehr lebenswerte Gemeinde mit über 12.000 Einwohnerinnen und Einwohner vor. Besonders stolz sei man in Linkenheim-Hochstetten auch auf die Freiwillige Feuerwehr. „Früh nach der Kommunalreform hat sich unsere Feuerwehr zu einer Einheit zusammengeschlossen und war so ein gutes Bespiel für die gelungene Integration der neuen Gemeinde“, berichtete Möslang über die Entwicklung der Feuerwehr weiter. „Der Standort am neuen Feuerwehrhaus wurde zwischenzeitlich zum Rettungszentrum ausgebaut und beheimatet neben der Feuerwehr und dem DRK auch überörtliche Einrichtungen für andere Feuerwehren“, berichtete er zum Ausbau beim Feuerwehrhaus.

Mit Hinweis auf die bereits am Vortag stattgefundene Dienstversammlung der Jugendfeuerwehrwartinnen und Jugendfeuerwehrwarte hatte Möslang die besondere Bedeutung der Jugendarbeit in der Feuerwehr hervorgehoben. „Ich spreche da für viele Kolleginnen und Kollegen, wenn wir die volle Unterstützung der Jugendarbeit in der Blaulichtgemeinschaft sicherstellen und damit auch die Zukunft unserer wichtigen Einrichtungen in diesem Bereich fördern“, führte Möslang zur Nachwuchsarbeit aus. Er verwies auch auf das in Linkenheim-Hochstetten sehr gut funktionierende System der First-Responder unter Einbindung der Freiwilligen Feuerwehr. Bevor er der Versammlung einen guten Verlauf wünschte, galt sein besonderer Dank dem Musikzug der örtlichen Feuerwehr für die musikalische Umrahmung der Veranstaltungen an beiden Tagen. Der Musikzug hatte unter der Leitung von Uwe Dürr die Versammlung musikalisch umrahmt.

Laut einer Umfrage zählt in der Gesellschaft die Feuerwehr als eine Organisation, die am meisten etwas für das Gemeinwohl tut“, erläuterte der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende Eckard Helms. „Die Feuerwehren im Landkreis Karlsruhe tragen ganz erheblich ihren Beitrag hierzu bei.“ Die Feuerwehr sei ein Spiegel des gesellschaftlichen Wandels. Ein immer mehr um sich greifender Egoismus und die sich in der Fläche veränderten Arbeitssituationen liesen das gut zusammengewachsene Gerüst ins Wanken geraten. Jedoch was nicht verändert hat und was jeder oder jede weiß, der oder die in einer Feuerwehr Dienst tut: „Nur zusammen können wir anderen zur Hilfe eilen und in der Not auch Hilfe leisten.“ Der demographische Wandel mache auch nicht vor den Feuerwehren halt. Das Thema „Personalgewinnung“ müsse immer professioneller angegangen werden. „Leider werden Werte wie Respekt und gegenseitige Wertschätzung oft auch schon gar nicht mehr von zu Hause mitgebracht“, so Eckard Helms.

Daher bedankte sich der Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzende bei allen, die sich in der Feuerwehr engagieren und Herausforderungen gestemmt haben wie z. B. die Krisensituation im Ahrtal, zahlreiche Großbrände oder die Hilfslieferungen in die Ukraine.

Toll war im Jahr 2022 die Durchführung der „Kreisfeuerwehrtage“. Was 2019 erstmals erarbeitet und in einem weiteren Seminar 2021 verfeinert wurde, sollte nun endlich umgesetzt werden. Nicht mehr EIN Kreisfeuerwehrtag, sondern die „Kreisfeuerwehrtage“ fanden im Jahr 2022 das ganze Jahr über in mehreren Aktionen bei unterschiedlichen Feuerwehren verteilt statt. Die Kooperation der Kreisfeuerwehr- und Stadtfeuerwehrverbände hatte sich ebenfalls bewährt. So konnten Seminarthemen gemeinsam angeboten werden.

Kreisbrandmeister Jürgen Bordt stellte in seinem Jahresbericht die Personalstatistik sowie die Gesamtstatistik der Einsätze vor. Die Anzahl der der Mitglieder in den Einsatzabteilungen blieb konstant.

Die Auswertung der aktiven Atemschutzgeräteträgern ergab, dass die Anzahl der Atemschutzgeräteträger in den Feuerwehren noch erheblich gesteigert werden könne. Die technischen Hilfeleistungen (ca. 1900) waren aufgrund der vergleichsweise wenigen Unwettereinsätzen unterdurchschnittlich wenige. Dagegen waren die Brandeinsätze (ca. 950) aufgrund der zahlreichen Vegetationsbrände deutlich überdurchschnittlich zu verzeichnen.

Dieses vermehrte Vorkommen an Vegetationsbränden veranlasste den Landkreis Maßnahmen zu treffen. So wurde eine „Fachberatergruppe Vegetationsbrände“ aufgestellt. Fortbildungsveranstaltungen für Führungskräfte sowie Waldbrandübungen durchgeführt und begleitet. Die engere Zusammenarbeit mit den Forstbehörden wurde weiter fokussiert. Um schnell und zentral auf passendes Handwerkszeug und Löschrucksäcke zugreifen zu können, liegen diese nun einsatzbereit im zentralen Katastrophen- und Einsatzmittellager in Ettlingen.
Jürgen Bordt lässt zudem größere Einsätze aus dem letzten Jahr Revue passieren und berichtet im Anschluss über die aktuellen Entwicklungen und Projekte in der Feuerwehrausbildung.

Es gelang in diesem Jahr nach langer Zeit wieder Fortbildungen für die Kreisausbilder anzubieten. Zudem gab es die Möglichkeit das Angebot eines Ganztageslehrganges Truppmann Teil 1 wahrzunehmen. Schulungen für das AAO-Portal wurden durchgeführt sowie Bedienereinweisungen für die Atemschutz- und Brandübungsanlage. „Ab dem kommenden Jahr wird es notwendig sein, für die Zulassung zum Truppführerlehrgang eine Eingangsprüfung abzulegen“, erläuterte Jürgen Bordt.

Die anwesenden Gäste spitzten bei dem Thema „Einführung Digitalfunk“ ganz besonders die Ohren. Die Anbindung und Ertüchtigung der ILS sei weitestgehend abgeschlossen. Der Einbau der Digitalfunkgeräte in den Fahrzeugen und Feuerwehrhäusern schreite immer weiter voran. „Die Sicherheitskarten sind jetzt vorhanden und zeitnah nach der Bestellung lieferbar“, berichtete Jürgen Bordt. Der Digitalfunk wird für die Einsatzabwicklung in Kürze genutzt werden können. Es wird jedoch noch eine Übergangszeit geben, in welcher der Analog- und Digitalfunk parallel genutzt werden. Da die Digitalfunkgeräte jährlich ein bis zwei Updates benötigen, wird es auch ein Updatemanagement geben, welches sich in Vorbereitung befindet. Wann eine Umstellung des Einsatzstellenfunkes erfolgen kann, sei bisher noch unklar.

Landrat Dr. Christoph Schnaudigel überbrachte zu Beginn seiner Grußworte den Glückwunsch an die Feuerwehr Linkenheim-Hochstetten zum 150-jährigen Jubiläum. Der Landrat freute sich auch, dass eine Dienstversammlung wieder in der gewohnten Form durchgeführt werden kann. Er nutzte die Gelegenheit und dankte den Feuerwehren für das Verständnis für die sehr einschränkenden Regelungen während der Pandemie. „Danke für die Akzeptanz zur Sicherstellung der Einsatzbereitschaft der Feuerwehren in der Pandemie“ hob der Landrat lobend hervor.

Nächste Krise war dann der Ukrainekrieg und die Unterbringung vieler Geflüchteter aus anderen Teilen der Welt. Weitere Aufgaben im Bereich des Bevölkerungsschutzes sind hinzugekommen. Das geht einher mit den Aufgaben der Integration und der Betreuung der Geflüchteten. „Ich danke, dass wir bei Bedarf auf die Hilfe der Feuerwehr zurückgreifen können. Das beruhigt mich“, stellt Dr. Schnaudigel weiter fest.

Positiv benannte er auch die gemeinsam mit dem Landkreis Freudenstadt durchgeführte Hilfsaktion für die Feuerwehren in der Ukraine. Das war ein gutes Zeichen der Solidarität. Ausdrücklich überbrachte er auch den Dank für seinen Freudenstädter Landratskollegen. Über 160 Unterstützende aus verschiedenen Hilfsorganisationen und der Feuerwehren konnten mit der Fluthelfermedaille ausgezeichnet werden. Er nennt die Helfenden eine unersetzbare Säule in unserer Gesellschaft. „Schnell haben alle Organisatoren sich bereiterklärt und bereitgefunden rasch zu helfen. Im Ernstfall können wir auf sie zählen und zurückgreifen“, stellte Dr. Schnaudigel vor der Versammlung fest.

Herausforderung sei auch die Gefahr der Wald- und Flächenbrände, wenn auch nicht so extrem wir in den östlichen Bundesländern, führte der Landrat weiter aus. Es gibt einen bestimmten zusätzlichen Bedarf an Gerätschaften und Sondermitteln. Die Einrichtung des Katastrophenschutz- und Einsatzmittellagers in Ettlingen ist eine von Kreisbrandmeister Jürgen Bordt initiierte wichtige Einrichtung. Der Landrat kündigte hier weitere Investitionen an.

„Es war ein historischer Fehler, dass man glaubte auf den Zivilschutz und die Bundeswehr teilweise verzichten zu können und hier auch Gelder eingespart hat“, führte er zur Entwicklung in diesem Bereich aus. Jetzt wird es deutlich, dass sich die Bürgerschaft hier mit einbringen muss. Jede und Jeder muss sich selbst mit dem Thema Vorsorge befassen und auch vorbereiten. „Dankbar bin ich, dass alle 32 Kommunen hier gut auf dem Weg sind mit Ihren Planungen und Vorbereitungen,“ führte der Landrat zur Aufgabe der Städte und Gemeinden im Landkreis aus.

Verbesserungen gibt es auch beim Aufbau der Sirenen und Warnmöglichkeiten sowie die flächendeckende Beschaffung von Satellitentelefone in den Kommunen. Beispielhaft für eine gute, kreisübergreifende Zusammenarbeit nannte er auch die Beschaffung von Mehrzweckbooten. Für Feuerwehren im Landkreis wird man sich mit fünf Booten an der Aktion beteiligen. Weitere Hinweise konnte der Kreischef zu der Diskussion in den Kommunen zur Änderung der Zuwendungsrichtlinien für das Feuerwehrwesen geben. Hier ist er im Dialog mit den Kommunen im Landkreis.

Lobend erwähnte er die beiden Ortsoberhäupter Sebastian Schrempp, Rheinstetten und Tobias Borho, Kraichtal. Beide haben sich der Grundausbildung der Feuerwehr unterzogen und nahmen auch in Uniform an der Versammlung teil. Als große Zukunftsaufgabe auch für die Feuerwehren sieht der Landrat die langfristige Sicherstellung des Personalstandes in den Hilfsorganisationen. Hierzu sicherte er die Unterstützung für diese wichtige Aufgabe zu. Mit dem Dank für die stets gute Zusammenarbeit mit der Feuerwehr im ganzen Landkreis schloss Dr. Schnaudigel seine Grußworte.

Als Vertreter der Polizei nahm Polizeivizepräsident Hans Matheis vom Polizeipräsidium Karlsruhe an der Versammlung teil. Er dankte für die hervorragende Zusammenarbeit der Polizei mit der Feuerwehr und auch mit allen Hilfsorganisationen auf allen Ebenen. „Was uns das Leben im Einsatz schwer macht, sind Gaffer und respektlose Menschen. Da wünsche ich mir eine stärkere Begleitung durch die Bevölkerung und die Justiz“, stellte Matheis deutlich heraus. Sehr aufwendig sind die Amoklagen, die zwar nicht so häufig auftreten, diese dann aber einen großen Aufwand erzeugen.

Weiter sprach er die CBRN-Lagen an. Hier ist das Polizeipräsidium Karlsruhe federführend und es fanden auch gute Übungen der Polizei zusammen mit der Feuerwehr statt. Hier stand die Dekontamination im Vordergrund. Matheis verwies auch auf den guten Austausch und die gute Zusammenarbeit auf vielen Ebenen. Da er nach 45 Dienstjahren bei der Polizei in den Ruhestand geht, nutzte er die Gelegenheit, um sich von den Feuerwehren zu verabschieden. „Ich bleibe ihnen aber noch erhalten und erreichbar, wenn auch in neuer Funktion“, kündigte er mit seiner künftigen Tätigkeit in der Organisation „Weißer Ring“ für den Stadt- und Landkreis Karlsruhe an.

Kreisjugendfeuerwehrwart Jan Becker berichtete mit Freude vom diesjährigen Kreiszeltlager in Bruchsal und bedankte sich bei allen Helfern und Helferinnen. „Es steckt enorm viel Arbeit in diesem Zeltlager und ohne die Unterstützung von allen Mitwirkenden, wäre dies wieder nicht zu stemmen gewesen“, so Jan Becker. Auch die positiven Antworten auf die Hilfegesuche an einzelne Feuerwehren, welche ihre GWL´s für die Aufräumarbeiten, mit Zielen über den ganzen Landkreis verteilt, bereit gestellt hatten, war eine klasse Sache.

Bei der diesjährigen Dienst- und Verbandsversammlung konnten wieder zahlreiche Feuerwehrangehörige für außerordentliche Verdienste in der Feuerwehr geehrt werden.
Herzlichen Glückwunsch den Geehrten:
Ehrennadel des Landkreis Karlsruhe in Silber
Petra Müller

Ehrenmedaille des Landkreis Karlsruhe in Gold
Josef Kästel

Ehrenmedaille in Silber des Landesfeuerwehrverband BW
Dr. Olaf Häßler
Oliver Hauenschild
Volker Ochs

Deutsches Feuerwehrehrenkreuz in Silber

Florian Öchsler

Deutsches Feuerwehrehrenkreuz in Gold

Edgar Geißler

Helferzeichen in Gold mit Kranz des Technischen Hilfswerk
Eckard Helms

Für die Freiwillige Feuerwehr Stutensee Abteilung Spöck übergab Abteilungskommandant Daniel Paulus für den Sozialfond des KFV einen Scheck aus dem Ergebnis der Jubiläumsfeier im letzten Jahr. Für den Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr Östringen-Stadt übergab Andreas Haßfeld ebenfalls einen größeren Geldbetrag für den Sozialfond. Vorsitzender Eckhard Helms mit den Stellvertretenden Vorsitzenden Agathe Meinzer, Martin Kackschies und Thorsten Albrecht bedankten sich für die wichtige Unterstützung dieser sozialen Einrichtung des Kreisfeuerwehrverbandes.

Mit dem Dank an den Feuerwehrkommandanten Markus Wagner, Linkenheim-Hochstetten konnte der Verbandsvorsitzende eine sehr harmonische Dienst- und Verbandsversammlung schließen.

Rückfragen bitte an:

Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe
Pressesprecher
Robert Redinger
Mobil: 0172 7989168
E-Mail: [email protected]
Internet: http://www.kfv-ka.de

Original-Content von: Kreisfeuerwehrverband Landkreis Karlsruhe, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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