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Freitag, 21. Juni 2024

LKA-BW: Eine virtuelle Tatortbegehung beim Landeskriminalamt Baden-Württemberg

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Stuttgart (ots) –

Die virtuelle Tatortbegehung ist ein Paradigmenwechsel in der Ermittlungsarbeit. Am 6. März konnten Medienvertretende gemeinsam mit Thomas Strobl – dem Stellvertretenden Ministerpräsidenten und Innenminister – im Landeskriminalamt Baden-Württemberg (LKA BW) in eine computergenerierte und mehrdimensionale Umgebung eintauchen. Dies gelingt dank der Cave, Cave Automatic Virtual Environment. Seit Ende 2021 ist diese Technik beim LKA BW im Einsatz. Die 3D-Tatortvermessung des Kriminaltechnischen Instituts (KTI) des LKA BW erfasst Tatortdaten per Laserscanner und bereitet diese zu einem digitalen Modell auf. Dank Virtual Reality können diese digitalen Räume nach der Vermessung betreten werden. „Das ist eine unglaubliche Fortentwicklung der forensischen Tatortarbeit. Wir holen den Tatort in unsere Labore und sind dann in der Lage, unter authentischen Tatortbedingungen diesen begeh- und erlebbar zu machen“, sagt Andreas Stenger, Präsident des LKA BW. Diese Technik ist mobil und kann beispielweise auch bei Gerichtsverfahren zum Einsatz kommen. Kleinste Asservate, Verletzungsspuren, Flugbahnen von Projektilen oder Verkehrsunfälle: Die Cave kann hochkomplexe Sachverhalte dreidimensional darstellen und die Ermittler können sich in ihr bewegen. „Weil bei der Cave unterschiedlichste Fachdisziplinen zusammenwirken, erhalten wir eine ganzheitliche Perspektive“, sagt Stenger.

„Die rasante technische und digitale Entwicklung erfordert auch eine zeitgemäße und hochmoderne technische Ausstattung unserer Polizei. Für die Kriminalitätsbekämpfung im 21. Jahrhundert müssen wir alle technologischen Möglichkeiten der kriminaltechnischen Arbeit auch konsequent ausschöpfen. Das Landeskriminalamt und insbesondere das Kriminaltechnische Institut haben hier Pionierarbeit geleistet und sind mit ihrer hochmodernen, innovativen Kriminalitätsbekämpfung Vorreiter in Deutschland“, so Innenminister Thomas Strobl. Baden-Württemberg hat hier klare Schwerpunkte gesetzt. Bereits im Jahr 2019 erhielt das Landeskriminalamt Baden-Württemberg zusätzlich 6,5 Mio. Euro für technische Innovationen. „Das waren wichtige, kluge und zukunftsorientierte Investitionen in unsere Polizei“, so der Innenminister. Die Cave ist ein Ergebnis dieser Investitionen. „Mit der Cave haben wir hier bundesweit die Nase vorne. Sie ist ein Quantensprung für die digitale Spurensicherung“, so Minister Thomas Strobl. „Unser LKA Baden-Württemberg und insbesondere das KTI setzt hierbei deutschlandweit neue Maßstäbe bei der Verbrechensbekämpfung“, unterstreicht Minister Thomas Strobl.

Neben der Cave stand am 6. März auch die Bewältigung von CBRN-Lagen auf der Agenda. Denn immer, wenn chemische, biologische, radioaktive, nukleare und explosive Kampf- und Gefahrstoffe im Spiel sind, übernimmt das LKA BW die Ermittlungsführung. So erklärten Expertinnen und Experten des KTI beispielsweise wie ein Entschärferroboter funktioniert, wie es sich in einem Bombenschutzanzug arbeitet und wie sie im kontaminierten Einsatzraum vorgehen.

Für alle Interessierten, die auch mal einen Blick in die Cave werfen möchten hat das LKA BW einen Clip auf seinen sozialen Kanälen veröffentlicht. Hier geht es direkt zum Video: https://www.facebook.com/lkabw/videos/170831579073733/

Rückfragen bitte an:

Landeskriminalamt Baden-Württemberg
Leiter Pressestelle / Pressesprecher
Kriminaloberrat David Fritsch
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0711 / 5401-2044

Original-Content von: Landeskriminalamt Baden-Württemberg, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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