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Mittwoch, 22. Mai 2024

Zwei Jahre im Amt: Gründungsdirektorium der Bundesstiftung Gleichstellung zieht positive Bilanz / Stiftung schaut auf erfolgreiche Aufbauphase zurück und hat vielfältige Projekte in Vorbereitung

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Berlin (ots) –

Lange wurde für eine Institution zur Förderung der Gleichstellung der Geschlechter in Deutschland gekämpft: Seit 2021 gibt es nun mit der Bundesstiftung Gleichstellung eine zentrale Einrichtung, die als „Offenes Haus der Gleichstellung“ und Knotenpunkt für Gleichstellungswissen fungiert. Am 1. November 2021 erfolgte die Berufung von Lisi Maier und Dr. Arn Sauer als Direktorium der Stiftung. Nach den ersten zwei Jahren ihrer fünfjährigen Amtszeit schaut die Doppelspitze auf erreichte Meilensteine zurück und hat für die kommenden Jahre noch vieles vor.

Lisi Maier und Dr. Arn Sauer: „Wir sind vor zwei Jahren mit dem Ziel angetreten, uns für eine nachhaltige Gleichstellungspolitik einzusetzen und Geschlechtergerechtigkeit als zentrales Gesellschaftsthema zu platzieren. Auch wenn wir als Stiftung bisher einiges vorangebracht haben, hat sich doch das politische Klima in dieser kurzen Zeitspanne sehr verändert: Erstarkender Antifeminismus und demokratiefeindliche Tendenzen führen uns immer wieder vor Augen, dass die Bundesstiftung Gleichstellung notwendiger ist denn je, um Gleichstellung als gesamtgesellschaftliche Aufgabe zu verankern und damit demokratische Strukturen zu festigen.“

„Wir freuen uns, dass es uns gelungen ist, in kürzester Zeit einen gut erreichbaren Ort in der Mitte Berlins für das ,Offene Haus der Gleichstellung‘ zu finden und ein hoch motiviertes, vielfältiges Stiftungsteam zu gewinnen, das Expertise und Herzblut vereint“, erklären Lisi Maier und Dr. Arn Sauer. „Parallel zu allen wichtigen Aufbauprozessen war es uns ein Anliegen, bereits in die inhaltliche Arbeit einzusteigen. Mit dem Transfer erster Forschungsergebnisse und Kooperationsveranstaltungen versuchen wir, Gleichstellungsarbeit nahbar zu machen und für die positiven Auswirkungen von Gleichstellung auf unsere Gesellschaft zu begeistern“, so das Stiftungsdirektorium weiter.

Unter dem Motto „zusammen:wachsen“ lud die Stiftung im Dezember 2022 zum 1. bundesweiten Gleichstellungstag nach Berlin ein. Die zweitägige Fachveranstaltung brachte insgesamt mehr als 350 Personen aus dem gesamten Bundesgebiet und rund 300 digital Teilnehmende zusammen. Im Rahmen einer dreiteiligen Online-Workshop-Reihe zum Thema „feministische Führungskultur“ wurden im Frühjahr/Sommer 2023 Schlüsselbegriffe sowie Chancen und Grenzen des Modells vorgestellt und diskutiert. Darüber hinaus stellte eine Fachtagung im Sommer 2023 die Frage, wie Jugendbeteiligungsprozesse auf kommunaler Ebene gleichstellungspolitische Aspekte stärker berücksichtigen können. Mit der Veranstaltungsreihe „Bundesstiftung Gleichstellung on Tour“ macht die Stiftung von 2023 bis 2025 in allen Bundesländern Station. Bei den einzelnen Terminen, wie dem Tourauftakt in der Clara-Zetkin-Gedenkstätte in Brandenburg, stehen Gleichstellungsthemen im Mittelpunkt, die am jeweiligen Ort besonders relevant sind. Im Herbst 2023 fand das erste Optionszeitenlabor der Stiftung statt, das gemeinsam mit Expert*innen die gleichstellungspolitische Wirkung von neuen Arbeitszeitmodellen und Sorgearbeitsarrangements untersuchte. Die Bundesstiftung Gleichstellung war zudem auf der Karrieremesse herCAREER Expo in München vertreten, um Ergebnisse einer Studie zu gleichstellungsrelevanten Berichtspflichten im Bereich der Personalrekrutierung vorzustellen und Beratungsbedarfe zu klären, insbesondere in Bezug auf diskriminierungsfreie, softwaregestützte Lösungen beim Recruiting. Weiterhin unterstützte die Geschäftsstelle für den Vierten Gleichstellungsbericht der Bundesregierung, die seit Sommer 2022 in der Stiftung angesiedelt ist, die unabhängige Sachverständigenkommission bei ihrer Arbeit zum Schwerpunktthema „Gleichstellung in der ökologischen Transformation“.

Dr. Arn Sauer erläutert: „2024 wollen wir (Denk-)Räume für Gleichstellung schaffen und kontroverse Themen bei einer Veranstaltungsreihe im ‚Offenen Haus der Gleichstellung‘ diskutieren. Die Stiftung intensiviert außerdem den Beratungsprozess für die bundesdeutsche Gleichstellungslandschaft in Zusammenarbeit mit der Bundesarbeitsgemeinschaft kommunaler Frauenbüros und Gleichstellungsstellen (BAG) und macht Erkenntnisse aus ihrem Projekt zur feministischen Führungskultur auf einer multimedialen Selbstlernplattform öffentlich nutzbar.“ „Und natürlich freuen wir uns schon jetzt auf den 2. Gleichstellungstag am 5. November 2024, bei dem wir aktuelle Forschungserkenntnisse vorstellen und die zahlreichen gesellschaftlichen Transformationsprozesse unserer Zeit aus Gleichstellungsperspektive in einen Wissenschafts-Praxis-Dialog bringen werden“, hebt Lisi Maier hervor.

Über die Bundesstiftung Gleichstellung

Im Mai 2021 wurde das Gesetz zur Errichtung der Bundesstiftung Gleichstellung als rechtsfähige bundesunmittelbare Stiftung des öffentlichen Rechts im Deutschen Bundestag verabschiedet. Die Stiftung stärkt und fördert die Gleichstellung von Frauen und Männern in Deutschland. Sie bündelt Kompetenzen in der Gleichstellungspolitik und trägt gemeinsam mit Zivilgesellschaft, Wissenschaft, Wirtschaft und Politik dazu bei, die Gleichberechtigung der Geschlechter effektiver durchzusetzen und bestehende Nachteile aus dem Weg zu räumen. Ihre Aufgabe ist es, Informationen bereitzustellen, die Praxis zu stärken und die Entwicklung neuer Ideen für Geschlechtergerechtigkeit zu unterstützen. Sie soll darüber hinaus ein „Offenes Haus der Gleichstellung“ sein, in dem sich gleichstellungspolitische Initiativen vernetzen und arbeiten können.

Pressekontakt:
Bundesstiftung Gleichstellung
Presse, Kommunikation und Veranstaltungen
Karl-Liebknecht-Str. 34
10178 Berlin
Tel.: +49 30 994 0570-24
Mail: [email protected]
www.bundesstiftung-gleichstellung.de
Original-Content von: Bundesstiftung Gleichstellung, übermittelt durch news aktuell
Quelle: ots

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